Onkologie

Unter Onkologie versteht man die Lehre von Tumoren in allen Gebieten der Medizin einschließlich ihrer Entstehung, Diagnostik und Behandlung.
Für eine optimale Behandlung von Tumoren fordert es den Chirurgen, Gynäkologen und den Strahlenmediziner besonders aber den Onkologen.

Die Pflege und Versorgung onkologisch Erkrankter ist eine Aufgabe des Netzwerkes für ambulante Pflege.

 

Um ein besseres Verständnis der Erkrankungsbehandlungen für den Pflegenden darzustellen, sind folgende Begriffe sehr wichtig:

  • Staging:
  • Bestimmung der Ausdehnung eines bösartigen Tumors und Einordnung in ein entsprechendes Klassifikationssystem
  • Remission:
  • Objektive messbare Rückbildung der Tumorherde
  • Teilremission:
  • Deutliches Ansprechen eines Tumors auf die Behandlung, weiterhin sind Tumorzeichen vorhanden
  • Vollremission:
  • Nach der Behandlung ist der Tumor nicht mehr nachweisbar; das ist nicht gleichzusetzen mit endgültiger Heilung, der Patient ist beschwerdefrei

 

Die Pflege von Menschen mit onkologischen Erkrankungen erfordert sehr viel Sensibilität. Diese Klienten leiden oft an allgemeiner Schwäche und ermüden schnell, auch bei geringer Belastung. Dadurch sind längere Ruhepausen während der pflegerischen Maßnahmen nötig.

Unser Pflegepersonal legt darauf großes Augenmerk genau wie auf die Erhaltung der Selbständigkeit des Betroffenen, natürlich im Rahmen seiner Möglichkeiten.

Die psychische Betreuung der Betroffenen ist in der Pflege sehr wichtig, oft wird diese Tumorerkrankung für den Betroffenen zu einem plötzlichen und grundsätzlichen Lebenseinschnitt. Deshalb wird das Pflegepersonal oft zu einem wichtigen Begleiter und Vertrauten.

 

 

Fallbeispiel

  • Die Tochter der Patientin K. rief mich an einem Donnerstagmorgen an und bat mich um die Übernahme der Pflege ihrer Mutter.
  • Sie wollte ihre Mutter zu sich nach Berlin holen. Die Mutter lebte bis zu diesem Zeitpunkt noch in einem Pflegeheim in Niedersachsen. Sie war schwer krebskrank, es handelte sich um das Endstadium der Krebserkrankung.
  • Wir organisierten die Pflege mit allem was wir für die Pflege benötigen. Wir nahmen Kontakt mit unserem Kooperationspartner auf, der für die Lieferung eines Pflegebettes und einer Anti-Dekubitusmatraze sowie eines Toilettenstuhls zuständig ist. Innerhalb eines Tages hatten wir die für die Pflege wichtigen Materialien vor Ort und die Mutter von Frau K. konnte aus dem Heim entlassen werden. Beim Erstbesuch besprachen wir mit der Tochter, wie die Pflege durchgeführt werden soll. Immer mit dem Augenmerk darauf, was für die Patientin das Beste sei und nach den Wünschen der Patientin und deren Tochter. Sorgfältig suchten wir das Pflegepersonal aus.
  • Unser Pflegepersonal sorgte in der gesamten Pflegezeit für eine ruhige und entspannte Atmosphäre und war für die Patientin und die Tochter jederzeit ein Ansprechpartner. Die Tochter wurde auf eigenen Wunsch mit in die Pflege einbezogen. Sie stellte viele Fragen, die unser Pflegepersonal gerne beantwortete. Das Pflegepersonal gab Anleitung zur Körperpflege und zur Lagerung von Frau K., so dass die Tochter, wenn sie mit ihrer Mutter alleine war, auch etwas für sie tun konnte.
  • Für die Mutter und die Tochter baute sich durch den körperlichen Kontakt mit unserer Hilfe nach Jahren wieder eine engere Beziehung auf. Wir führten während des Pflegeeinsatzes lange Gespräche mit den beiden, die sie als sehr wichtig empfanden.
  • Auf Wunsch von Frau K. und ihrer Tochter wurde durch uns auch der Kontakt zu einem Pfarrer der anliegenden Gemeinde hergestellt.

 

 
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