Überleitungspflege

Der Freude des Klienten über einen Entlassungstermin aus der stationären Betreuung stehen oft auch große Ängste gegenüber, wie es zu Hause weitergehen soll. Unser professionelles Entlassungsmanagement im Netzwerk für ambulante Pflege sichert die kontinuierliche bedarfsgerechte Versorgung in der Überleitungsphase und fängt damit Ängste auf.

 

  • Die erste Kontaktaufnahme mit dem Klienten findet durch eine Pflegefachkraft im Krankenhaus statt.
  • Sie berät den Klienten in einem Erstgespräch und bleibt während der ganzen Zeit fester Ansprechpartner und Bezugsperson.
  • Mit der Überleitungsschwester und den Stationsärzten des Krankenhauses wird eine ausführliche Pflegeübergabe organisiert.
  • Im Gespräch mit dem Klienten und seinen Angehörigen ermitteln wir den konkreten Versorgungs- und Unterstützungsbedarf in Bezug auf die pflegerische und medizinische Betreuung.
  • Der Patient erhält detaillierte Informationen über Kosten, Kostenträger, Personal und die Qualität der Pflege.
  • Individuelle Wünsche des Klienten werden besonders berücksichtigt, z.B.: Betreuung durch weibliches oder männliches Pflegepersonal, Einsatzzeit, zeitlicher Umfang der Pflege.
  • Unsere Pflegefachkraft klärt die Kosten mit Kranken- und Pflegekasse, organisiert Heil- /Hilfsmittel und Medikamente.
  • Sie regelt die Pflegeübergabe an die weiterbehandelnden Ärzte nach Krankenhausentlassung. Falls gewünscht, nimmt die Pflegefachkraft auch Kontakt zu anderen Dienstleistungen auf, z.B.: fahrbarer Mittagstisch, Hausnotruf u.ä.

 

Ziel unseres qualifizierten Entlassungsmanagements ist die lückenlose Versorgung des Klienten bei Überleitung von der stationären in die ambulante Pflege.

 

 

Fallbeispiel

  • Frau T. ist sehr tapfer, trotz ihrer schweren Krankheit. Infolge einer Herzerkrankung erhielt sie einen vierfachen Bypass, um die Durchblutung des Herzens wieder herzustellen. Dafür mussten Venen aus dem Bein am Herzen eingesetzt werden.
  • Für Frau T. wurde dieser Eingriff zum schlimmsten Erlebnis in ihrem Leben, denn eine weitere Erkrankung von Frau T., Diabetes, hatte zur Folge, dass weder die Wunden am Bein noch die Wunde am Herzen heilen wollten. 15mal musste allein die Wunde am Herzen operativ nachbehandelt werden. Die durch den langjährigen Diabetes geschädigten Gefäße in den Beinen konnten diese nicht mehr ausreichend durchbluten. Es entstanden Nekrosen, die Füße starben regelrecht ab.
  • Mit der Diagnose einer beidseitigen Unterschenkelamputation übernahmen wir Frau T. in die Pflege. Als unsere Pflegefachkraft Frau T. im Krankenhaus besucht, ist diese überrascht über die resolute Frau, die ihren Lebensmut nicht verloren hat. Die Pflegefachkraft lässt sich von der Stationsärztin den Verbandswechsel an den Oberschenkeln zeigen und erfährt die ganze Krankheitsgeschichte der Patientin.
  • Mit Frau T. bespricht sie, wie und wann sie versorgt werden möchten. Frau T. möchte für die Körperpflege eine weibliche Pflegekraft. Wichtige Hilfsmittel müssen bestellt werden. Frau T. möchte ein höhenverstellbares Pflegebett, einen Rollstuhl, einen Lifter für den Transfer aus dem Bett und einen Toilettenstuhl. Frau T. freut sich schon sehr auf ihren Entlassungstermin. Die Pflegefachkraft gibt ihr eine Visitenkarte unserer Pflegestation Netzwerk, falls sie noch Fragen hat.
  • Zurück in der Pflegestation organisieren die Pflegefachkraft oder die SozialarbeiterInnen die notwendigen Hilfsmittel und informieren auch sofort den Hausarzt.
  • Zwei Wochen später besucht die Pflegefachkraft Frau T. in ihrer Wohnung. Frau T. sitzt inmitten ihrer Familie am Tisch. Eine Katze sitzt schnurrend auf ihrem Schoß. Nach mehr als einem halben Jahr Krankenhausaufenthalt ist Frau T. endlich wieder zu Hause. Dreimal am Tag versorgen wir Frau T. und helfen ihr, ihre Selbständigkeit wiederzugewinnen.

 

 
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